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Mehr blühende Vielfalt für Hockenheim: Naturnahe Flächen benötigen sachgerechte Pflege

Kommunale Angestellte besuchen „Natur nah dran“-Workshop in Stutensee – Fünf Angestellte der Stadt Hockenheim besuchten am Dienstag, dem 10. Oktober, in Stutensee einen Workshop im Rahmen des Projektes „Natur nah dran“ für mehr biologische Vielfalt im Siedlungsraum. Gemeinsam mit rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus weiteren „Natur nah dran“-Kommunen erhielten sie praktische Tipps durch NABU-Fachleute und einen Naturgärtner zur Pflege von Grünflächen mit Wildstauden und Wildblumen. „Pflanzen wie die Rote Lichtnelke oder der Natternkopf sind sehr robust und benötigen wenig Pflege. Doch gerade zu Beginn sollte man auf einer naturnah bepflanzten Fläche darauf achten, dass sich weniger erwünschte Pflanzen nicht zu sehr ausbreiten“, sagt Projektleiter Martin Klatt vom NABU Baden-Württemberg. „Es erfordert ein wenig Geduld, doch nach ein bis zwei Jahren erblüht auf den fachgerecht angelegten und gepflegten naturnahen Flächen ein artenreicher und sehr wertvoller Lebensraum für Blütenbesucher wie Mauerbienen, Bläulinge und Schwebfliegen und für samenfressende Vögel wie Grünfink und Bluthänfling.“

Hockenheim ist eine von zehn Städten und Gemeinden, die sich 2017 im landesweiten Projekt „Natur nah dran“ erfolgreich um eine Teilnahme beworben hatten. Das Kooperationsprojekt des NABU und des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg (UM) unterstützt von 2016 bis 2020 jährlich zehn Kommunen mit je bis zu 15.000 Euro bei der Anlage naturnaher Grünflächen. In der Fördersumme sind auch Workshops für kommunale Bedienstete enthalten. Die Schulung in Stutensee war Teil eines solchen Trainings. Neben Hockenheim waren auch die Projektkommunen Gernsbach, Radolfzell, Rickenbach sowie Stutensee vertreten.

In den nächsten Wochen werden die vier Hockenheimer Projektflächen gepflegt. Diese sind der Kreisel am Südring mit Randbereichen, entlang der Eisenbahnstraße auf der Seite des Gartenschauparks, der Ebertpark hinter dem Altenheim St. Elisabeth sowie entlang der Talhausstraße an der Brücke der A61 liegen. Hier sollen sich in den nächsten Jahren kostbare und artenreiche Biotope entwickeln, die mit bunten Blüten zahlreichen Tieren Nahrung bieten und auch die menschlichen Besucherinnen und Besucher erfreuen.

Weitere Informationen sowie zwei kurze Filmclips zum Projekt gibt es unter www.Naturnahdran.de.


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