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Wissen aus den USA für Stadt erworben

Hockenheim und Anchorage im US-Bundesstaat Alaska trennen knapp 7.250 Kilometer. Zwischen beiden Städten besteht aber eine Verbindung. Der Pressesprecher der Stadt Hockenheim, Christian Stalf, nahm als Student für zwei Wochen an einem Austauschprogramm an der Alaska Pacific University (APU) teil. Er eignete sich dort mit anderen berufstätigen Studenten aus Amerika, Deutschland und Österreich Kenntnisse in der Führung von Menschen und Organisationen (Leadership) an. Der Aufenthalt war Teil seines berufsbegleitenden Master-Studiums im Fach Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Kommunikation und Leadership. Stalf absolviert das Studium an der Donau-Universität Krems mit Stationen in Düsseldorf und Anchorage. Die Stadt Hockenheim unterstützt das Studium mit Bildungsurlaub und einem finanziellen Zuschuss.

Christian Stalf lernte an der amerikanischen Universität die konkrete Anwendung von Führungstechniken und das methodische Hinterfragen des eigenen Verhaltens bei der Arbeit. Die Lehrbeauftragten der APU rund um Steve Lindbeck und Chris Pavadore vermittelten die Inhalte mit praktischen Anwendungen, unter anderem beim Wasser-Rafting im Matanuska River und mit Gruppenübungen. Bei den Übungen mussten die international zusammengesetzten Gruppen auf der Farm der Universität gemeinsam herausfordernde Aufgaben bewältigen. Auf dem Programm stand beispielsweise der eigenhändige Bau eines Bootes, mit dem ein See überquert werden musste. Auch eine Rettungsübung wurde simuliert. Steve Lindbeck und Chris Pavadore untermauerten bei den anschließenden Diskussionen mit den Studenten die angewandten Führungstechniken mit wissenschaftlichen Inhalten aus der Kommunikationspsychologie.

Teil des Studienaufenthalts an der APU waren auch Firmenbesuche, bei denen Führung am realen Fall erörtert wurden. Christian Stalf besuchte das internationale Ölförder- und Gasunternehmen BP in Anchorage. Die anwesenden Experten erläuterten den Studenten unter anderem, welche unterschiedlichen betriebswirtschaftlichen Herausforderungen BP im weltweiten Energiegeschäft bewältigen muss. Ein besonderer Schwerpunkt der Lehrinhalte war die Führung von Menschen am Beispiel der Geschichte und Kultur eingeborener Einwohner in Alaska. Die Studenten besuchten dafür das Museum in Anchorage. Die Direktorin Julie Decker und eingeborene Bewohner von Alaska berichteten den Studenten, wie mit historisch gewachsenen Werten erfolgreich geführt werden kann.

„Der Studienaufenthalt in Alaska war sehr bereichernd. Ich habe viel gelernt. Die Inhalte haben mein Bewusstsein für meine eigene berufliche Rolle in der Stadtverwaltung Hockenheim verbessert und erweitert“, sagt Christian Stalf über seine Zeit in Anchorage. Er lernte viele neue Menschen kennen und konnte sein Netzwerk erweitern. Vielleicht kommt es zu einem Gegenbesuch, so Stalf weiter. „Ich bin mir sicher, dass die Stadtverwaltung in der alltäglichen Arbeit von meinem erworbenen Wissen profitiert“, meint er.

„Wir unterstützen unsere Mitarbeiter gerne, wenn sie sich beruflich weiterbilden möchten. Die Herausforderungen, unter anderem in der Führung von Organisationen, in der Arbeit mit Menschen oder im digitalen Bereich machen auch vor der Stadt Hockenheim nicht halt“, sagt dazu Andreas Walz, Leiter Fachbereich Personal der Stadt Hockenheim. „Wir benötigen dafür gut ausgebildete Mitarbeiter, die diese Herausforderungen der Zukunft an-packen. Dies kann nur durch die Weiterbildung unserer Mitarbeiter gelingen. Das ist im Interesse der Stadt Hockenheim und damit aller Bürgerinnen und Bürger“, findet Walz.


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